Presseinformation

07.05.2014

BW-Bank mit solidem Jahresergebnis

Die Baden-Württembergische Bank (BW-Bank) erzielte im Geschäftsjahr 2013 ein solides operatives Ergebnis in Höhe von 409 Millionen Euro. „Damit hat die BW-Bank in einem anspruchsvollen Marktumfeld ihre Leistungsfähigkeit als große Unternehmens- und Privatkundenbank erneut unter Beweis gestellt“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Hans-Jörg Vetter bei der Veröffentlichung des Jahresergebnisses.

Das kundenorientierte Geschäftsmodell als verlässlicher und beratungsstarker Partner des Mittelstands und für Privatkunden bewährte sich auch unter schwierigen Rahmenbedingungen. So steigerte die BW-Bank ihr Nettoergebnis auf 1,079 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,039 Milliarden Euro). Unter anderem eine erhöhte Risikovorsorge, die sich nach Jahren ungewöhnlich geringen Zuführungsbedarfs wieder normalisierte, führte zu einem leichten Rückgang des operativen Ergebnisses. Dazu trugen auch die Verwaltungsaufwendungen bei, die trotz strikten Kostenmanagements insbesondere durch Belastungen aus regulatorischen Anforderungen stiegen.

Einlagengeschäft wächst spürbar

Die Investitionszurückhaltung vieler Unternehmen sowie der anhaltend intensive Wettbewerb führten zu einer verhaltenen Kreditnachfrage. Das Aktivvolumen betrug Ende 2013 30,1 Milliarden Euro und lag damit um 3,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die mittel- und langfristigen Darlehen stiegen leicht um 1,2 Prozent auf 19,6 Milliarden Euro. Die kurzfristigen Ausleihungen liefen deutlich unter dem Vorjahresstand aus (minus 15,1 Prozent). Auf der Passivseite erhöhten sich die Kundengelder zum Jahresende 2013 um 6,2 Prozent auf 27,6 Milliarden Euro. Das anhaltend niedrige Zinsniveau bewirkte weitere Umschichtungen in kurzfristige Gelder. Die Sichteinlagen erhöhten sich um 10,1 Prozent auf 20,3 Milliarden Euro. Die Termingelder legten deutlich um 46,7 Prozent auf 0,9 Milliarden Euro zu. Dagegen konnten die Spargelder mit 6,4 Milliarden Euro (minus 7,8 Prozent) nicht auf dem Vorjahresniveau gehalten werden.

In der Erfolgsrechnung wuchs das Zinsergebnis im Jahresverlauf um 2,3 Prozent auf 747 Millionen Euro. Grund für die Verbesserung war in erster Linie die Volumensteigerung im Passivgeschäft.

Das Provisionsergebnis der Bank unterschritt mit 328 Millionen Euro das Vorjahresniveau um 4,6 Prozent. Maßgebend dafür waren rückläufige Kreditprovisionen, die durch höhere Erträge aus dem Wertpapiergeschäft im Zuge der guten Entwicklung an den internationalen Aktienmärkten nicht vollständig kompensiert werden konnten.

Das sonstige Ergebnis verbesserte sich auf 4 Millionen Euro nach minus 34 Millionen Euro im Jahr 2012. Das Nettoergebnis vor Risikovorsorge erhöhte sich um 3,8 Prozent auf 1,079 Milliarden Euro.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft ist auf 70 Millionen Euro (Vorjahr: 26 Millionen Euro) angestiegen. Gleichwohl liegt sie weiterhin auf moderatem Niveau und deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Wesentlichen durch die Umsetzung regulatorischer bzw. gesetzlicher Anforderungen um 2,8 Prozent auf 600 Millionen Euro. Während die Personal- und Sachkosten in etwa konstant gehalten wurden, haben die Kosten für konzerninterne Umlagen gegenüber dem Vorjahreswert um 14 Millionen Euro zugenommen. In diesem Wert ist die Bankenabgabe enthalten.

Insgesamt errechnet sich ein operatives Ergebnis in Höhe von 409 Millionen Euro nach 430 Millionen Euro im Jahr 2012 (minus 4,8 Prozent).

Starke Marktposition bei Förderkrediten

Das Unternehmenskundengeschäft der Bank war 2013 von einem weiterhin sehr intensiven Wettbewerb geprägt. Hinzu kam eine verhaltene Kreditnachfrage, insbesondere bei großen Mittelstandsunternehmen. Sehr erfreulich entwickelte sich wieder das Neugeschäft mit Förderkrediten, vor allem die Umweltprogramme (plus 28 Prozent) sowie das ERP-Innovationsprogramm (plus 13 Prozent) der KfW. Hier verfügt die BW-Bank in Baden-Württemberg über eine starke Marktposition (35 Prozent des Fördervolumens). In der Erfolgsrechnung wuchs das Nettoergebnis vor Risikovorsorge leicht um 1,3 Prozent auf 644 Millionen Euro. Für die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wurden 69 Millionen Euro zurückgestellt (2012: 24 Millionen Euro). Bei moderat höheren Verwaltungsaufwendungen erreichte das operative Ergebnis im Segment Unternehmenskunden 331 Millionen Euro nach 375 Millionen Euro im Jahr 2012.

Steigende Wertpapierumsätze im Privatkundengeschäft

Im Segment Privatkunden/Private Banking konnte das Nettoergebnis vor Risikovorsorge gegenüber dem Vorjahr um 8,4 Prozent auf 408 Millionen Euro gesteigert werden. Positiv entwickelte sich dabei das Provisionsergebnis. Hier war eine verstärkte Kundennachfrage im Wertpapiergeschäft zu verzeichnen. Die Bereitschaft der Kunden, in Aktien zu investieren, hat im Jahresverlauf 2013 zugenommen. Die Wertpapierumsätze erhöhten sich um 17 Prozent. Bei rückläufigen Personalkosten verblieben die Verwaltungsaufwendungen nahezu auf Vorjahresniveau. Nach erneut niedriger Risikovorsorge ergab sich ein deutlich verbessertes operatives Ergebnis im Privatkundensegment von 69 Millionen Euro (2012: 42 Millionen Euro).

Wachstum im Wealth Management

Im Wealth Management wurde 2013 das Anlagevolumen weiter ausgebaut. Die neu eingeworbenen Gelder betrugen rund 1 Milliarde Euro. Insbesondere das Einlagengeschäft führte volumengetrieben zu einem Anstieg des Zinsergebnisses um 26,6 Prozent. Das Provisionsergebnis lag in erster Linie durch höhere Wertpapierumsätze über dem Vorjahresniveau (plus 4,4 Prozent). Das Nettoergebnis vor Risikovorsorge verblieb mit 28 Millionen Euro auf Vorjahreshöhe. Im gestiegenen Verwaltungsaufwand zeigte sich der planmäßige Ausbau der Vertriebskapazitäten. Bei moderater Risikovorsorge errechnete sich im Wealth Management ein operatives Ergebnis in Höhe von 9 Millionen Euro.

Ausblick

Auch im laufenden Jahr bleiben die Rahmenbedingungen für Banken anspruchsvoll. So dürfte sich die ausgeprägte Niedrigzinsphase fortsetzen. Auch die Belastungen aus regulatorischen Anforderungen werden unverändert hoch bleiben. Rückenwind erwartet die Bank dagegen von der weiter anziehenden Konjunktur. Einen Ausblick für den Gesamtkonzern hatte die LBBW bereits im April anlässlich der Bilanzpressekonferenz veröffentlicht.

Ergebniszahlen 2013 der BW-Bank

Das Ergebnis der BW-Bank ist in das Konzernergebnis der LBBW eingegangen. Letzteres wurde bereits Anfang April 2014 veröffentlicht.

Kontakt

Baden-Württembergische Bank
Kleiner Schlossplatz 11
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Christian Potthoff
Pressesprecher
Tel.: +49 711 127-73946
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