Presseinformation

25.05.2007

BW-Bank-Ergebnis steigt deutlich

Die BW-Bank hat im ersten vollen Geschäftsjahr seit der Integration in den LBBW-Konzern wesentliche Eckpunkte sowohl im Integrationsprozess als auch in der Ertragsentwicklung erreicht, stellte der Vorstandsvorsitzende der Bank, Joachim E. Schielke, bei der Präsentation der Geschäftszahlen 2006 in Stuttgart fest. Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge der BW-Bank verbesserte sich insgesamt um 32,6 % auf 414,6 Mio. Euro. „Ein schöner Erfolg“, bemerkte Schielke. Besonders erfreulich war dabei, dass die operativen Erträge der Bank in einem herausfordernden Wettbewerbsumfeld gesteigert werden konnten .

Bei der Integration der BW-Bank in den LBBW-Konzern wurden in 2006 die wesentlichen Schritte erfolgreich abgeschlossen. Im Integrationsprozess sind allein 300.000 Giro-, Spar-, Termin-, Fremdwährungs- und Wechselkonten sowie 44.000 Darlehens- und Avalkonten auf die neue IT-Plattform der Bank übertragen worden. Die für die Bankkunden beschwerliche Phase konnte ohne über das übliche Maß hinausgehende Kundenfluktuation bewältigt werden, die Kundenzahl wurde sogar gesteigert. Sämtliche Umstellungsprozesse sind dank des großen Einsatzes der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut gelaufen. Nach knapp zwei Jahren hat sich die neue BW-Bank als schlagkräftige Kundenbank im LBBW-Konzern etabliert.

Kundendepotvolumen expandiert kräftig

Mit gesamten „Finanzierungsmittel unter Management“ von 42,9 Mrd. Euro (41,4 Mrd. Euro Kreditvolumen und 1,5 Mrd. Euro innovativer Finanzinstrumente) hat die Bank ihren Marktanteil im deutschen Südwesten gefestigt. Auf der Passivseite der Bilanz stiegen die Kundeneinlagen um 7,6 % auf 20,1 Mrd. Euro. Das gesamte Depotvolumen der BW-Bank wuchs im Berichtsjahr sogar um 37,7 % auf 34,8 Mrd. Euro.

Ergebnisverbesserung durch höhere Provisionen und niedrigere Kosten

Der Zinsüberschuss 2006 läuft mit 768,2 Mio. Euro um 1,2 % niedriger aus als im Vorjahr. Dies beruht neben dem Margendruck insbesondere im kurzfristigen Finanzierungsbereich auf dem starken Wettbewerb im Kreditgeschäft. Ebenso ist bei privaten Baufinanzierungen eine hohe Wettbewerbsintensität spürbar, die sich entsprechend auf die Konditionsgestaltung auswirkt.

Merklich besser als im Vorjahr entwickelte sich das Provisionsgeschäft. Der Provisionsüberschuss in Höhe von 346,7 Mio. Euro übertrifft den Vergleichswert des Jahres 2005 um 8,9 %. Hier spiegeln sich die freundlichen Wertpapiermärkte mit wieder steigender Kundenakzeptanz für diese Anlageinstrumente wider sowie der Volumenaufbau im Vermögensverwaltungsbereich der Bank. Zudem konnten die Provisionen im kapitalmarktorientierten Finanzierungsgeschäft und bei Leverage Finanzierungen markant ausgebaut werden.

Insgesamt legten die Bruttoerlöse der BW-Bank im Geschäftsjahr 2006 somit um 1,7 % auf 1.114,8 Mio. Euro zu.

Die erneut niedrigeren Verwaltungsaufwendungen zeigen, dass die Bank ihre Kosten im Griff hat und die Synergien aus der Integration sukzessive kostenwirksam werden. Sie liegen mit 641,1 Mio. Euro um 2 % unter der Vorjahreshöhe. Die Cost­Income-Ratio verbesserte sich auf 57,5 % nach 59,7 % im Jahr 2005.

Leicht steigende Erlöse und geringere Kosten erhöhten das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge um 7,2 % auf 473,8 Mio. Euro.

Die Risikosituation der Bank hat sich im Geschäftsjahr 2006 sehr positiv entwickelt. Bei anhaltend konservativer Risikopolitik konnten die Zuweisungen zur Risikovorsorge deutlich niedriger dotiert werden. Mit 59,2 Mio. Euro liegen sie um 54,3 % unter dem Vorjahresniveau. Dafür ist insbesondere der verringerte Vorsorgebedarf im Unternehmenskundengeschäft verantwortlich, aber auch die Zuführungen im Privat- und Anlagekundengeschäft liegen merklich unter dem Vorjahresstand.

Per Saldo erhöhte sich das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge kräftig um 32,6 % oder 102 Mio. Euro auf 414,6 Mio. Euro. Daraus errechnet sich eine Eigenkapitalrendite von 22,1 % (2005: 16,5 %) bezogen auf das zugewiesene Eigenkapital in Höhe von 1,9 Mrd. Euro.

Deutliche Rentabilitätssteigerung im Privat- und Anlagekundengeschäft

Das Retailgeschäft der Bank entwickelte sich im Geschäftsjahr 2006 wesentlich rentabler und auch in der Kosteneffizienz wurden spürbare Fortschritte gemacht. Die Bruttoerlöse der Sparte Privat- und Anlagekunden stiegen um 1,3 % auf 595,7 Mio. Euro. In Verbindung mit einer erneut niedrigeren Risikovorsorge (­28,5 %) und einem weiter straffen Kostenmanagement – der Verwaltungsaufwand ermäßigte sich um 2,5 % – ergibt sich ein Betriebsergebnis von 142,3 Mio. Euro. Es lag damit um 31,2 % über der Vorjahreshöhe. Der Return on Equity verbesserte sich dadurch auf 18,8 % (2005 13,8 %) und die Cost-Income-Ratio auf 69,5 % nach 72,2 % im Jahr 2005.

Großes Kundeninteresse fanden im Berichtsjahr die Fondsvermögensverwaltungen der Bank sowie die individuelle Vermögensverwaltung. Kundenzahl und verwaltetes Volumen konnten merklich gesteigert werden. Hier betreut die Bank Ende 2006 rd. 3,5 Mrd. Euro – ein Zuwachs von 13 %. Der seit Jahren erfolgreich vertriebene Aktienfonds BWI Dividendenstrategie Europa legte auf mittlerweile 2,5 Mrd. Euro zu. Jüngst wurde er mit dem Grand Prix Eurofonds ausgezeichnet als bester europäischer Large-Cap-Aktienfonds.

Über eine ausgezeichnete Performance konnte im Beteiligungsgeschäft berichtet werden. Bei den von der Bank empfohlenen US-Immobilienfonds wurde eine Durchschnittsrendite von 16 % p.a. erzielt, bei Hollandfonds von fast 10 % p.a. „Wir ermöglichen unseren Kunden eine transparente Vermögensdiversifikation und den Zugang zu attraktiven Investitionsmärkten“, bilanzierte Schielke.

Innovative Finanzierungskonzepte für den Mittelstand

Die Bruttoerlöse des Bereichs Unternehmenskunden bewegten sich im vergangenen Jahr mit 519,1 Mio. Euro leicht über Vorjahreshöhe (+ 2,2 %). Dies resultiert aus einem spürbar höheren Provisionsergebnis, während der Zinsüberschuss leicht unter dem Vorjahresergebnis lag. Insgesamt erzielte der Unternehmenskundenbereich im Jahr 2006 ein Betriebsergebnis nach Risikovorsorge in Höhe von 272,2 Mio. Euro (+ 33,4 %). Dies entspricht einer Eigenkapitalrendite von 24,3 %. Neben der spürbar niedrigeren Risikovorsorge hat auch die anhaltende Kostendisziplin zu diesem Ergebnis beigetragen. Dadurch konnte die Cost-Income-Ratio auf 43,7 % ermäßigt werden.

„Im Unternehmenskundengeschäft sind wir die Bank des Mittelstands“, bekräftigte Schielke. „Dort sind wir Marktführer im Kernmarkt Baden-Württemberg.“ Die Bank hat in den vergangenen Jahren ihren mittelständischen Kunden im Zusammenwirken mit der LBBW den Zugang zum Kapitalmarkt mit innovativen Lösungen und attraktiven Konditionen geebnet. Sie bietet individualisierte Finanzierungsalternativen wie Leasing, Factoring, verbriefte Transaktionen auf ABS-Basis oder strukturierte Finanzierungen. Darüber hinaus wurden zahlreiche Standardisierungs- und Verbriefungskonzepte wie Schuldscheine, Mezzanine-Kapital oder Lösungen auf Private­Equity-Basis entwickelt.

Ein voller Erfolg war das Genussrechtsprogramm SmartMezzanine, eine intelligente Verbindung zwischen Eigen- und Fremdkapital. Ebenfalls sehr positiv wurde von kleineren mittelständischen Unternehmen das Schuldscheinprogramm LBBW Entry aufgenommen, das im Frühjahr 2006 aufgelegt wurde. Mit der Bündelung zahlreicher Darlehen in einem risikooptimierten Portfolio ermöglicht die BW-Bank als bislang einziges Institut in Deutschland auch kleineren Unternehmen bereits ab 500.000 Euro einen schnellen, kostengünstigen Zugang zum Kapitalmarkt. Das erste Portfolio von 400 Mio. Euro, das über eine True-Sales-Verbriefungsaktion am Kapi­talmarkt platziert wurde, umfasste mehr als 270 Schuldscheindarlehen.

Ausblick

Das erste Quartal 2007 liegt im Plan. Für das Gesamtjahr ist Schielke daher zuversichtlich, wieder ein gutes Ergebnis erreichen zu können. Die Rahmenbedingungen bleiben günstig. Die ökonomische Aufbruchstimmung im Land will die Bank Seite 6 Presseinformation mit einer offensiven Strategie nutzen. „Wir arbeiten zielstrebig daran, unsere Wettbewerbsposition langfristig erfolgreich auszubauen“, so Schielke. Dazu wurden sowohl im Unternehmenskunden- als auch im Privatkundengeschäft entsprechende Wachstumsprogramme aufgesetzt. Im Privat- und Anlagekundengeschäft samt Private Banking ist das Ziel, nach den Migrationsjahren 2005 und 2006 den Vertrieb noch schlagkräftiger zu machen. „Wir bieten unseren Kunden in allen Geschäftsfeldern eine innovative Produktpalette sowie ein umfassendes Betreuungskonzept“, ist Schielke überzeugt. Der Vorstandsvorsitzende ist daher optimistisch, dass die Bank ihren ertragreichen Kurs beibehalten kann.

Kontakt

Baden-Württembergische Bank
Kleiner Schlossplatz 11
D-70173 Stuttgart

Christian Potthoff
Pressesprecher
Tel.: +49 711 127-73946
Fax: +49 711 127-74861

christian.potthoff@bw-bank.de