Presseinformation

29.05.2008

Stabiles BW-Bank-Ergebnis

Die BW-Bank hat im Geschäftsjahr 2007 operativ erfolgreich gearbeitet und ihre Wettbewerbsposition im Kernmarkt Baden-Württemberg weiter ausgebaut, berichtete der Vorstandsvorsitzende der Bank, Joachim E. Schielke, bei der Vorstellung der Geschäftszahlen 2007 in Stuttgart. Aufgrund ihrer besonderen Struktur als Kundenbank im LBBW-Konzern war die BW-Bank nicht direkt von den Auswirkungen der weltweiten Finanzmarktkrise betroffen. „Die konsequente Konzentration auf den Kunden macht unser Haus unabhängig von volatilen Kapitalmarkterträgen“, stellte Schielke fest. Daher steuerte die BWBank einen stabilen Betrag zum Ergebnis des Gesamtkonzerns bei.

Dynamisches Volumenwachstum

Im vergangenen Jahr ist die BW-Bank weiter gewachsen – sowohl im Aktiv- als auch im Passivgeschäft. Die Kundenforderungen wurden um 6,2 % gesteigert. Das Aktivvolumen betrug zum Jahresende 2007 43,6 Milliarden EUR nach 41,1 Milliarden EUR am 31.12.2006. Einschließlich innovativer Finanzierungsinstrumente für unsere mittelständischen Unternehmen stellen sich die „Finanzierungsmittel unter Management“ Ende 2007 auf 46,2 Milliarden EUR nach 43 Milliarden EUR im Vorjahr. Auf der Passivseite der Bilanz betrugen die gesamten bilanzwirksamen Passiva zum Stichtag 31.12.2007 26,7 Milliarden EUR, das entspricht einer Zunahme um 16,6 %. Deutlich zugelegt hat im Jahresverlauf das Depotvolumen. Es wuchs um 16,8 % auf 40,7 Milliarden EUR.

Gesteigerte Ertragskraft

Der Zinsüberschuss übertrifft mit 770,0 Millionen EUR den Vorjahreswert um 1,2 %. Der Volumenaufbau im Aktiv- und Passivgeschäft wird hier sukzessive ertragswirksam. Besonders positiv entwickelte sich der Zinskonditionenbeitrag im Passivgeschäft und auch das Zinsergebnis bei Derivaten liegt über dem Vorjahr.

Der Provisionsüberschuss verbesserte sich um 7,9 % auf 371,1 Millionen EUR. Die Zunahme ist auf die freundlichen Wertpapiermärkte bis ins dritte Quartal hinein zurückzuführen. Auf breiter Front konnten die Kreditprovisionen im Unternehmenskundengeschäft gesteigert werden. Spürbar erhöht haben sich zudem die Provisionen im kapitalmarktorientierten Finanzierungsgeschäft - insbesondere bei Leverage-Finanzierungen und Strukturierungen. Insgesamt wuchsen die Bruttoerlöse gegenüber 2006 um 36,1 Millionen EUR oder 3,3 % auf 1.141,1 Millionen EUR.

Die Kosten für die laufenden Strategieprojekte, mit denen die Bank weitere Ertragspotenziale erschließen will, zeigen sich im Verwaltungsaufwand. Zudem schlugen sich die Kosten für die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben hier nieder. Dadurch übersteigt der Verwaltungsaufwand mit 663,0 Millionen EUR die Vorjahreshöhe um 3,4 %. Während sich die Personal- und Sachkosten sehr moderat um 0,5 % erhöhten, nahmen die Overheadkosten – in denen die Projektaufwendungen ausgewiesen werden – um 17,0 % zu. Die Kosteneffizienz konnte auf dem für eine Filialbank guten Wert von 58,1 % gehalten werden (2006: 58,0 %). Die Kostensteigerungen wurden von den höheren Bruttoerlösen überkompensiert, so dass das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge um 3,1 % auf 478,1 Millionen EUR zulegen konnte.

Mit 101,9 Millionen EUR liegt die Risikovorsorge im Plan, aber über dem außergewöhnlich niedrigen Stand des Vorjahres. Die Steigerung beruht zum überwiegenden Teil auf der Portfoliobereinigung im Vermittlervertrieb von Baufinanzierungen, die mit rund 30 Millionen EUR zu Buche steht. Damit hat das Kreditportefeuille der Bank nach wie vor einen geringen Risikogehalt.

Insgesamt ergibt sich ein Betriebsergebnis nach Risikovorsorge in Höhe von 376,3 Millionen EUR (- 6,5 %). Ohne die Portfoliobereinigung wäre das Betriebsergebnis leicht über dem Vorjahr ausgelaufen. Aus dem Betriebsergebnis nach Risikovorsorge errechnet sich eine Eigenkapitalrendite von 19,8 % (2006: 21,6 %) bezogen auf das zugeordnete Eigenkapital in Höhe von 1,9 Milliarden EUR. „Damit haben wir unsere angestrebte Zielquote von 20 % so gut wie erreicht,“ bilanzierte Schielke.

Besonders erfolgreiches Unternehmenskundengeschäft

Mit einem hervorragenden Ergebnis von 272,0 Millionen EUR steuerte das Unternehmenskundengeschäft einen wesentlichen Anteil zum Ergebnis der Bank bei. „Mit einer um gut 16 % höheren Kreditvergabe haben wir die hohe Investitionstätigkeit der heimischen Wirtschaft kräftig unterstützt“, erklärte der BW-Bank-Chef. „Das ist der beste Beweis dafür, dass wir nach wie vor unseren Kunden gerne mit Krediten zur Verfügung stehen.“ Ein erfreulicher Zuwachs im Zinsüberschuss (+ 4,2 %) und ein spürbar höheres Provisionsergebnis (+ 24,6 %) führten zu verbesserten Bruttoerlösen (+ 9,0 %). Die Verwaltungsaufwendungen stiegen um 5,2 %, während die Risikovorsorge mit 46,9 Millionen EUR auf einem nach wie vor niedrigen Niveau und deutlich unter Plan gehalten werden konnte. Das Betriebsergebnis übertrifft die schon sehr gute Vorjahreshöhe um 2,9 %. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf 42,8 %. Die Eigenkapitalrendite lag bei 22,9 %.

„Unser Anspruch war und bleibt es, unseren Kunden alle benötigten Produkte anbieten zu können – vom klassischen Kredit bis zu komplexen Kapitalmarktprodukten. Wir verstehen uns als Hausbank des baden-württembergischen Mittelstands, die auch in schwierigeren Zeiten ihren Kunden als berechenbarer Partner zur Seite steht“, bekräftigte Schielke. Dabei reicht der klassische Kredit heute alleine nicht mehr für eine nachhaltige Kundenbeziehung aus. Gerade der international ausgerichtete Mittelständler benötigt die gesamte Finanzierungspalette, um im anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld bestehen zu können.

Neustrukturierung des Privat- und Anlagekundengeschäfts

Im Privat- und Anlagekundengeschäft hat sich der seit Jahren spürbare, sehr harte Wettbewerb im vergangenen Jahr nochmals verschärft. Dies hat sich auf die Ertragsentwicklung im Privatkundengeschäft ausgewirkt. Die Bruttoerlöse blieben knapp unter der Vorjahreshöhe. Als Sondereffekt aus dem laufenden Strategieprojekt stieg der Verwaltungsaufwand um 2,5 %. Die Risikokosten erhöhten sich wegen der Portfoliobereinigung im Vermittlervertrieb auf 55,0 Millionen EUR. Nach Risiko läuft das Betriebsergebnis mit 104,3 Millionen EUR auch deshalb um 24,5 % unter dem Vorjahresniveau aus. Der Return on Equity stellt sich auf 14,6 %, die Cost-Income-Ratio beträgt 72,7 %. Um dem verstärkten Wettbewerbsdruck zu begegnen, wurde bereits Mitte 2006 ein breit angelegtes Strategieprojekt gestartet. Dabei wurde das Geschäftsmodell geschärft und der Auftritt im Privatkundengeschäft und im Private Banking neu strukturiert. An der Spitze steht künftig das Wealth Management für Hochvermögende, gefolgt vom Private Banking und dem Privatkundengeschäft. Ein zentraler Baustein des Marktauftritts im Private Banking ist der neue Bereich Wealth Management. Die Wettbewerbs position der BW-Bank in diesem Segment ist gut. Schon heute betreut die Bank ca. ein Drittel der Kunden am Markt.

Ausblick

Im laufenden Jahr bleiben die Rahmenbedingungen für die Banken herausfordernd. Die finanzwirtschaftlichen Störungen greifen bereits auf die Realwirtschaft über. Dies war auch in der Geschäftsentwicklung der Bank bis Ende März 2008 spürbar. Die Bruttoerlöse reichen knapp an das gute Vorjahresniveau heran. „Gleichwohl haben wir uns für 2008 vorgenommen, das Ergebnis des vergangenen Jahres wieder zu erreichen oder gar zu übertreffen“, betonte Schielke. Im Unternehmenskundengeschäft nutzt die Bank ihre Kompetenz und Kundennähe im Kernmarkt Baden-Württemberg, um den Mittelstand noch intensiver zu begleiten. Als stabiler Partner steht sie der südwestdeutschen Wirtschaft weiterhin mit den benötigten Krediten zur Verfügung. Im Privat- und Anlagekundengeschäft wird die strategische Neupositionierung im Jahresverlauf sukzessiv ertragswirksam. Das Geschäftsmodell der Bank verfügt über die richtigen Strukturen, Produkte und eine qualifizierte, motivierte Belegschaft, um die gute Marktstellung weiter auszubauen. Deshalb ist Vorstandschef Schielke zuversichtlich, den eingeschlagenen Wachstumskurs der Bank in den kommenden Monaten fortsetzen zu können.

Kontakt

Baden-Württembergische Bank
Kleiner Schlossplatz 11
D-70173 Stuttgart

Christian Potthoff
Pressesprecher
Tel.: +49 711 127-73946
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