Presseinformation

19.05.2010

BW-Bank mit starkem Ergebniszuwachs

Die Baden-Württembergische Bank hat das Geschäftsjahr 2009 mit einem Zuwachs von 26 % im Betriebsergebnis abgeschlossen. „Es ist uns trotz der schwierigen Rahmenbedingungen gelungen, die Erträge der Bank kräftig zu steigern“, berichtete der Vorstandsvorsitzende der Bank, Joachim E. Schielke, anlässlich der Jahrespressekonferenz in Stuttgart.

Insbesondere das Unternehmenskundengeschäft habe sich 2009 weiter hervorragend entwickelt. „Als Bank des Mittelstands haben wir unsere Kunden dabei unterstützt, notwendige Restrukturierungsphasen und Liquiditätsengpässe zu meistern, aber auch in Wachstum zu investieren“. Dazu wurde das Kreditvolumen an die Unternehmen des Landes im Jahresdurchschnitt 2009 erneut um über 5 % ausgeweitet. Darüber hinaus hält die Bank Kreditlinien in Höhe von 5,4 Milliarden Euro vor, die nicht abgerufen sind.

Anhaltendes Volumenwachstum

Die gesamten Kundenforderungen der Bank erhöhten sich jahresdurchschnittlich um 2,8 % auf 45,9 Milliarden Euro nach 44,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Dabei wuchsen die langfristigen Darlehen um 4,8 % auf 29,6 Milliarden Euro. Auf der Passivseite stiegen die gesamten bilanzwirksamen Passiva auf 23,8 Milliarden Euro, das entspricht einer Zunahme von 1,9 %. Mit einer Rate von 48 % wuchsen die Sichteinlagen außerordentlich kräftig auf 11,8 Milliarden Euro. Deutlich zulegen um 17,5 % auf 6,9 Milliarden Euro konnten auch die Spareinlagen.

Dynamisches Ertragswachstum

Die Bruttoerlöse der Bank sind im vergangenen Jahr dynamisch gewachsen. Sie übertreffen mit 1.271,5 Millionen Euro den Vorjahreswert um 10,5 %.

In einem harten Wettbewerbsumfeld konnte der Zinsüberschuss um 11,8 % auf 886,9 Millionen Euro gesteigert werden. Treiber dieser Entwicklung war in erster Linie das Aktivgeschäft. Wegen des fortgesetzten Volumenausbaus und der positiven Margenentwicklung konnte hier das Zinsergebnis merklich gesteigert werden. Besser als im Jahr 2008 entwickelten sich aber auch die Zinserlöse des Passivgeschäfts.

Trotz des anhaltend schwierigen Wertpapiergeschäfts ist es gelungen, das Provisionsergebnis zu verbessern. Der Provisionsüberschuss betrug 384,5 Millionen Euro nach 357,2 Millionen Euro 2008. Der Zuwachs stützt sich in erster Linie auf das Unternehmenskundengeschäft; hier liegt das Provisionsergebnis um rd. 36 % über der Vorjahreshöhe.

Aufgrund des traditionell straffen Kostenmanagements der Bank konnte der Verwaltungsaufwand unter das Vorjahresniveau gedrückt werden. Er betrug 625,1 Millionen Euro (- 3,7 %). "Vor dem Hintergrund der angelaufenen EU-Restrukturierungsmaßnahmen ist die Kostenentwicklung erfreulich", erklärte Schielke. Speziell die Overheadkosten wurden deutlich reduziert. Die Kosteneffizienz konnte signifikant auf 49,2 % verbessert werden (2008: 56,4 %).

Die ausgeprägte Talfahrt der baden-württembergischen Wirtschaft im vergangenen Jahr hat die Qualität des Kreditportefeuilles erneut belastet. Als wesentlicher Partner des industriellen Mittelstands im Land war die Bank von den tiefen konjunkturellen Bremsspuren besonders betroffen. Die Zuführungen zur Risikovorsorge wurden daher um rd. 60 Millionen Euro auf 236,4 Millionen Euro erhöht.

Nach Risikovorsorge ergibt sich ein Betriebsergebnis in Höhe von 410,0 Millionen Euro (+ 25,9 %). Hieraus errechnet sich eine Eigenkapitalrendite von 17,0 % (2008: 12,7 %) bezogen auf das zugeordnete Eigenkapital in Höhe von 2,4 Milliarden Euro. "Dieses überaus positive Ergebnis ist eine erneute Bestätigung für die erfolgreiche Kundenorientierung der BW-Bank", resümierte Vorstandschef Schielke.

Konstruktiver Partner der Wirtschaft

Im Unternehmenskundengeschäft hat die Bank ihre Kunden auch 2009 konstruktiv begleitet und ihnen Kredite zur Verfügung gestellt. Das durchschnittliche Kreditvolumen wurde um 5,3 % ausgeweitet. "Gerade in den schwierigen Zeiten des vergangenen Jahres war unser stabiler, berechenbarer Kurs im Umgang mit unseren Firmenkunden ein wichtiger Pluspunkt", bekräftigte Schielke. Die Bruttoerlöse legten – getragen von Steigerungen sowohl im Zins- als auch im Provisionsüberschuss – deutlich um 30 % zu. Die Verwaltungsaufwendungen konnten um 2,6 % gesenkt werden. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich erneut auf 28,7 %. Die harte Rezession der baden-württembergischen Wirtschaft machte erwartungsgemäß eine deutlich höhere Dotierung der Risikovorsorge in Höhe von 225,7 Millionen Euro (2008: 140,2 Millionen Euro) notwendig. Dennoch übertrifft das Betriebsergebnis nach Risiko mit 343,9 Millionen Euro den Vorjahreswert um 44,1 %. Die Eigenkapitalrendite lag bei sehr guten 21,5 %.

Neben liquiditätsschonenden Finanzierungslösungen stand die Diversifizierung der Finanzierungsquellen im Fokus der Firmenkunden. Dabei entwickelte sich insbesondere das Factoring sehr positiv. Hier wurde die Zusammenarbeit mit der SüdFactoring ausgebaut.

Darüber hinaus wurden Schuldscheindarlehen von den Unternehmenskunden als attraktive Finanzierungsalternative sehr gut angenommen. Mittelständische Unternehmen können sich damit einen neuen Investorenkreis erschließen und den ersten Schritt in Richtung Kapitalmarkt machen. Typische Transaktionen beginnen bei 15 bis 20 Millionen Euro und betragen bei großen Mittelständlern über 100 Millionen Euro. Insgesamt arrangierte die Bank im vergangenen Jahr für Unternehmen in Baden-Württemberg Schuldscheindarlehen im Volumen von rd. 2,3 Milliarden Euro und hat damit ihre führende Position im Land erneut unter Beweis gestellt.

Hohe Beratungsqualität im Privatkundengeschäft

Im Privatkundengeschäft herrschte 2009 ein harter Wettbewerb mit extremem Preiskampf. "Vielfach war es schwer, auskömmliche Margen am Markt durchzusetzen", sagte Schielke. Die Bruttoerlöse verfehlen mit 472,2 Millionen Euro das Vorjahresergebnis spürbar. Dabei wirkte sich die deutliche Zurückhaltung der Kunden bei Wertpapierengagements negativ auf das Provisionsergebnis aus. Der Verwaltungsaufwand konnte um 4,3 % vermindert werden. Auch die Risikokosten liegen mit 10,7 Millionen Euro merklich unter dem Wert des Jahres 2008. Nach Risiko ergibt sich ein Betriebsergebnis in Höhe von 66,1 Millionen Euro, das um 24 % unter dem Vorjahresniveau liegt. Der Return on Equity beträgt 8,1 %, die Cost-Income-Ratio beläuft sich auf 83,7 %.

Im vergangenen Jahr wurde die Beratungs- und Servicequalität der Bank vom TÜV SÜD erneut bestätigt. Die Kunden honorieren die langfristige, ganzheitliche Beratung der Bank. Dies zeigt sich auch in einer höheren Weiterempfehlungsquote und mehr zufriedenen Kunden. 95 % der BW-Bank-Kunden haben ein hohes Vertrauen in ihren persönlichen Berater.

Das Mehrwert-Girokonto "extend" hat bei einem Test von Mehrwertkonten des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) sehr gut abgeschnitten. In den Kategorien Konditionen und Filialleitungen lag es auf dem ersten Platz und in der Gesamtwertung wurde der zweite Rang erreicht. Im Pauschalpreis des extend-Kontos ist ein Kreditkarten-Goldset enthalten – auf Wunsch auch für den Partner. Darüber hinaus erhalten die Kunden zahlreiche Vergünstigungen im Freizeitbereich oder beim Erwerb einer Jahreskarte für das S-Bahn-Netz der Region Stuttgart.

Der Bereich Wealth Management für hoch vermögende Kunden hat sich seit dem Start im Oktober 2008 dynamisch entwickelt. Neugelder in Höhe von über 500 Millionen Euro konnten eingeworben werden. Die Vermögensverwaltung steigerte das gemanagte Volumen im vergangenen Jahr auf 3,15 Milliarden Euro. Spitzenplätze im Vergleich von Vermögensverwaltungsdepots durch das Analysehaus "firstfive" bestätigen die hervorragende Wertentwicklung der BW-Bank- Vermögensverwaltung – die Performance lag deutlich über den vergleichbaren Referenzindizes. Die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse sind bisher vielversprechend und übertreffen mit 4,8 Millionen Euro die Erwartungen der Bank.

Ausblick

Die Konjunktur hat sich im ersten Quartal 2010 weiter stabilisiert. Allerdings sind die wirtschaftlichen Perspektiven u. a. durch die aktuelle Schuldenkrise in Europa weiterhin durch ein hohes Maß an Unsicherheit geprägt. Auch für die Kernbranchen des Landes kann noch keine endgültige Entwarnung gegeben werden. Das Augenmerk der Bank liegt 2010 daher konsequent auf Risikobeherrschung, hohe Produktqualität sowie umfassender Beratung und Service. Als Kundenbank der LBBW verfügt die BW-Bank über eine klare Strategie und im Konzernverbund über die notwendigen Ressourcen, um ihre Ziele erfolgreich umsetzen zu können. Rückenwind erhält die Bank auch durch die Bestätigung des Geschäftsmodells der LBBW durch EU-Kommission mit dem Kundengeschäft als tragender Säule. Das erste Quartal 2010 hat sich erfreulich gut angelassen. Die Bruttoerlöse konnten gegenüber dem sehr guten Vorjahreswert nochmals leicht gesteigert werden. Dennoch ist sich der Vorstandsvorsitzende der BW-Bank bewusst, "dass eine Wiederholung dieses Spitzenergebnisses im laufenden Jahr sehr schwierig werden wird."

Ergebniszahlen der BW-Bank

20092008Veränderung
in Mio. Euroin Mio. Euroin %
Zinsüberschuss886,9793,511,8
Provisionsüberschuss384,5357,27,6
Bruttoerlöse1.271,51.150,710,5
Verwaltungsaufwand625,1649,0- 3,7
Betriebsergebnis v. Risiko646,4501,728,8
Risikovorsorge236,4176,034,3
Betriebsergebnis n. Risiko410,0325,725,9
Return on Equity (%)17,012,7
Cost-Income-Ratio (%)49,256,4
Kontakt

Baden-Württembergische Bank
Kleiner Schlossplatz 11
D-70173 Stuttgart

Christian Potthoff
Pressesprecher
Tel.: +49 711 127-73946
Fax: +49 711 127-74861

christian.potthoff@bw-bank.de