Presseinformation

09.05.2011

BW-Bank mit herausragendem Ergebnis

Die Baden-Württembergische Bank hat das Geschäftsjahr 2010 mit dem besten Ergebnis seit Bestehen der „neuen“ BW-Bank abgeschlossen.

"Wir haben unsere hervorragende Marktstellung weiter gefestigt und die Ertragskraft deutlich verbessert", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bank, Joachim E. Schielke, anlässlich der Jahrespressekonferenz in Stuttgart. Bei weiter wachsenden Erlösen ist das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge um 44,6 % auf 588 Millionen Euro gestiegen. Dabei ist das Ergebnisplus sowohl auf das Unternehmenskunden- als auch auf das Privatkundengeschäft zurückzuführen. "Im Privatkundengeschäft und Private Banking ist es uns 2010 gelungen, den Trend sowohl bei Erlösen als auch beim Ergebnis umzukehren", berichtete Schielke.

Einlagenvolumen weiter wachsend

Die anziehende Investitionstätigkeit war 2010 noch nicht im Kreditgeschäft der Bank ablesbar. Das Aktivvolumen betrug Ende Dezember 2010 41,5 Milliarden Euro nach 42,8 Milliarden Euro zum Jahresende 2009. Neben dem erwarteten Rückfluss zweier großer Sonderfälle war eine verhaltene Kreditinanspruchnahme der Unternehmenskunden zu spüren, die auch auf die bessere Finanzausstattung der Betriebe im Zuge der Konjunkturerholung zurückzuführen ist. Auf der Passivseite der Bilanz erhöhten sich die Kundengelder um 4,4 % auf 25,6 Milliarden Euro. Grund dafür war der deutliche Anstieg der Sichteinlagen um 8,5 %. Leicht über der Vorjahreshöhe bewegen sich auch die Spareinlagen (+ 0,9 %). Die gesamten bilanzwirksamen Passiva beliefen sich Ende 2010 auf 25,7 Milliarden Euro, das entspricht einer Zunahme um 3,1 %.

Anhaltendes Ertragswachstum

Die Bruttoerlöse der Bank haben im Jahr 2010 weiter zugelegt. Sie übertreffen mit 1.287 Millionen Euro den Vorjahreswert um 1,3 %. "Dies ist deshalb bemerkenswert, weil das Jahr 2009 auch von Sondereffekten aus Großgeschäften geprägt war", erläuterte Schielke.

Im Zinsüberschuss der Bank wirkte sich der Volumen- und Margenaufbau im Einlagengeschäft positiv aus. Das Zinsergebnis aus Derivaten liegt ebenfalls merklich über dem Vorjahreswert. Insgesamt verbesserte sich der Zinsüberschuss um 3,4 % auf 916 Millionen Euro.

Der Provisionsüberschuss erreichte nicht ganz die Vorjahreshöhe. Mit 371 Millionen Euro blieb er um 3,5 % unter dem Wert von 2009. Während im Privatkundengeschäft die Umsätze bei Aktien und Investmentfonds deutlich anzogen – mit positiven Impulsen für die Provisionserlöse –, lief das Provisionsergebnis im Unternehmenskundenbereich unter dem Vorjahr aus.

Der Verwaltungsaufwand der Bank konnte stabil auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Er belief sich auf 627 Millionen Euro (- 0,1 %). Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf 48,7 % nach 49,4 % im Jahr 2009 – "ein ausgezeichneter Wert für eine Filialbank", wie Schielke feststellte.

Die Risikosituation der Bank hat sich im Berichtsjahr deutlich entspannt. Bei unverändert konservativer Risikopolitik konnten die Zuweisungen zur Risikovorsorge mit 72 Millionen Euro um 165 Millionen Euro niedriger dotiert werden als im Jahr 2009. Neben dem vorausschauenden Risikomanagement der Bank ist dies besonders auf die stark verbesserte Wirtschaftslage in Baden-Württemberg zurückzuführen.

Nach Risikovorsorge ergibt sich ein signifikant höheres Betriebsergebnis von 588 Millionen Euro. Hieraus errechnet sich eine Eigenkapitalrendite von 24,9 % (2009: 16,8 %) bezogen auf das zugeordnete Eigenkapital in Höhe von 2,4 Milliarden Euro. Dieses ausgezeichnete Ergebnis ist mit ein Verdienst der engen Zusammenarbeit aller Bereiche im LBBW-Konzern. "Gerade die Bündelung dieser Kompetenzen macht die BWBank so erfolgreich", resümierte Schielke.

Stabiler Partner des Mittelstands

Die BW-Bank hat 2010 ihren Erfolgskurs im Unternehmenskundengeschäft fortgesetzt. Sie ist vor allem der stabile, berechenbare Partner des familiengeführten Mittelstands im Südwesten. "Wir sind eben nicht auf den schnellen Erfolg aus, sondern beraten unsere Kunden ganzheitlich und langfristig im Rahmen einer Hausbankfunktion", bekräftigte Schielke. Das hohe Erlösniveau konnte trotz des Wegfalls von Sondereffekten mit 779 Millionen Euro gehalten werden. Die bessere Ertragslage der Unternehmen hat sich in den Ratings niedergeschlagen. Die Zuführungen zur Risikovorsorge konnten daher um rund 73 % auf 60 Millionen Euro reduziert werden. Trotz der Intensivierung der BW-Bank-Präsenz in Bayern wurden die Verwaltungskosten im Rahmen der Budgetvorgaben gehalten. Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge übertrifft mit 484 Millionen Euro den Vorjahreswert um 45,8 %. Die Eigenkapitalrendite stieg deutlich auf 30,8 % nach 21,0 % in 2009. Die Cost-Income-Ratio belief sich auf 30,1 %.

Im regionalen Kreditgeschäft mit dem Mittelstand hat die BWBank im vergangenen Jahr nicht nachgelassen und das Volumen stabil gehalten. Dagegen war im Key-Account-Geschäft wegen der planmäßigen Rückführung von Großengagements eine Volumenreduzierung zu verzeichnen. Nach wie vor verfügen die Bankkunden über offene, nicht in Anspruch genommene Kreditlinien von nahezu 6 Milliarden Euro.

Kräftig ausgebaut wurden strukturierte- und Konsortialfinanzierungen. Im Bereich Corporate Loans konnte das Geschäft um 80 %, bei Projektfinanzierungen um 100 % und bei erneuerbaren Energien sogar um 150 % gesteigert werden. Auch forderungsbasierte Finanzierungsinstrumente wie Factoring verzeichneten im vergangenen Jahr einen deutlichen Zuwachs um rund ein Drittel.

Erfreuliches Wachstum im Privatkundengeschäft

Im Privatkundengeschäft und Private Banking haben 2010 Erlöse und Ergebnis merklich zugelegt. Neben dem um 6,8 % höheren Zinsergebnis, das auf den Margen- und Volumenausbau im Passivgeschäft zurückzuführen ist, hat auch der Provisionsüberschuss (+ 1,3 %) dazu beigetragen. Die Umsätze bei Aktien und Investmentfonds liegen wieder deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Verwaltungskosten wurden um 1,8 % reduziert. Per Saldo ergibt sich eine kräftige Zunahme des Betriebsergebnisses nach Risikovorsorge um 39 % auf 104 Millionen Euro. Die Eigenkapitalrendite wurde auf 13,1 % gesteigert, die Kosteneffizienz verbesserte sich auf 77,2 %.

Die BW-Bank erzielte 2010 bemerkenswerte Vertriebserfolge. So wuchs das Bauspargeschäft um 27,8 %. Mit einem Volumen von 405 Mio. Euro übertreffen Versicherungs- und Altersvorsorgeprodukte den Vorjahreswert um 23 %. Auch bei Geschlossenen Fonds/Beteiligungsgeschäft war eine Steigerung von über 20 % zu verzeichnen.

Die hohe Beratungsqualität der BW-Bank unterstreicht der Banken-Test von Focus Money. In mehr als 200 Städten wurde dabei Service und Angebot untersucht. Mit der Note 1,8 lag die BW-Bank in Stuttgart mit weitem Abstand vorne. Ein positives Bild zeigen auch interne Erhebungen zur Kundenzufriedenheit. Bei filialbezogenen Fragen zur Kompetenz, Freundlichkeit und Schnelligkeit wurden Werte nahe bei 100 % erreicht.

Wealth Management entwickelt sich dynamisch

Bereits nach gut zwei Jahren gehört die BW-Bank zu den führenden Wealth Management-Anbietern in Baden-Württemberg. Im Jahr 2010 wurden über 500 Millionen Euro an Neugeldern eingeworben. Seit dem Herbst 2008 betrug der Zufluss neuer Einlagen mehr als eine Milliarde Euro. Ende 2010 wurden über 2.800 Kundenverbindungen (+ 42 %) mit einem Anlagevolumen von 4,2 Milliarden Euro betreut. Ein kräftiges Wachstum von 24 % auf nahezu 500 Millionen Euro ergab sich auch bei den Finanzierungen. Die Bruttoerlöse des Wealth Management erhöhten sich im Berichtsjahr um 48,5 % auf 25 Millionen Euro, während die Kosten um 5 % unter dem Planansatz blieben. Weiter an Volumen zugelegt hat die Vermögensverwaltung. Unverändert hält sie nach Analysen von firstfive ihre hervorragende Position bei der Performance-Leistung. Ein Schwerpunkt der Tätigkeit im Wealth Management ist das Stiftungsmanagement. 2010 konnten bedeutende Stiftungsneugründungen begleitet werden. Erst vor wenigen Tagen wurde die BW-Bank von den Fuchsbriefen als bundesweit bester Vermögensmanager für Stiftungen ausgezeichnet.

Erstes Quartal 2011 und Ausblick

Die BW-Bank hat sich im ersten Quartal 2011 planmäßig entwickelt. Die Erlöse liegen sowohl im Unternehmenskundengeschäft als auch in den Privatkundensegmenten im Rahmen des Budgetansatzes. Das Betriebsergebnis bewegt sich ebenfalls im Plan. "Es ist uns allerdings bewusst, dass 2010 ein außergewöhnliches Jahr war, das nur schwer zu wiederholen sein wird", bemerkte Schielke. Die nachhaltig gute Entwicklung der Bank bis heute bestätige aber die erfolgreiche Marktstrategie und mache zuversichtlich für die Zukunft.

Ergebniszahlen der BW-Bank

in Mio. Euro
20102009Veränderung in %
Zinsüberschuss9168863,4
Provisionsüberschuss371384-3,5
Bruttoerlöse1.2871.2701,3
Verwaltungsaufwand627627-0,1
Betriebsergebnis v. Risiko6606432,7
Risikovorsorge72237-69,3
Betriebsergebnis n. Risiko58840644,6
Return on Equity (%)24,916,8
Cost-Income-Ratio (%)48,749,4
Kontakt

Baden-Württembergische Bank
Kleiner Schlossplatz 11
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Christian Potthoff
Pressesprecher
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