Presseinformation

16.05.2012

2011 erneut ein starkes Ergebnis

Die Baden-Württembergische Bank hat 2011 ein Betriebsergebnis in Höhe von 575 Millionen Euro erzielt und damit das starke Ergebnis des Vorjahres nahezu wiederholt, berichtete der Vorstandsvorsitzende der Bank, Hans-Jörg Vetter, beim Jahrespressegespräch in Stuttgart. Die gute Entwicklung 2011 habe erneut gezeigt, dass die Integration der BW-Bank in den LBBW-Konzern die richtige Entscheidung war. "Heute ist sie als starke Mittelstands- und Privatkundenbank bestens im Markt etabliert", bekräftigte Vetter. Zudem habe die Bank im Berichtsjahr von der kräftigen Konjunkturentwicklung in Baden-Württemberg profitiert.

Einlagenvolumen weiter wachsend

Trotz der guten Kapazitätsauslastung der hiesigen Wirtschaft blieb die Nachfrage nach Investitionskrediten zögerlich – hier sorgte die Eurokrise für zusätzliche Verunsicherung. Dies spiegelt sich in den um 4,5 % niedrigeren mittel- und langfristigen Darlehen wider. Dagegen konnten die Kontokorrentkredite leicht ausgebaut werden. Mit 39,7 Milliarden Euro unterschritten die bilanzwirksamen Aktiva Ende 2011 das Vorjahresvolumen um 4,3 %. Auf der Passivseite der Bilanz erhöhten sich die Kundengelder um 1,6 % auf 26,1 Milliarden Euro. Grund dafür sind die um rd. 2 % gestiegenen Sichteinlagen. Knapp auf Vorjahreshöhe bewegen sich auch die Spareinlagen, während die Termineinlagen um 2,4 % nachgaben.

Sinkende Risiko- und Verwaltungskosten

Ein straffes Kostenmanagement wirkte sich positiv auf die Ertragslage der Bank aus. Zudem verbesserte sich die Risikolage in einem sehr günstigen Kreditumfeld weiter. Allerdings erreichten die Bruttoerlöse die Vorjahreshöhe nicht ganz, da das Geschäftsjahr 2010 auch von Sondererlösen profitierte.

Der Zinsüberschuss betrug 837 Millionen Euro nach 916 Millionen Euro 2010. Hier war der Zinskonditionenbeitrag auf der Aktivseite volumen- und margenbedingt niedriger als im Vorjahr. Auch im Passivgeschäft der Bank wirkte sich der Margendruck – trotz leichter Volumensteigerung - negativ auf das Zinsergebnis aus.

Der Provisionsüberschuss blieb um 4,1 % unter dem Vorjahreswert. Hier spürte die Bank die Zurückhaltung der Kunden im Wertpapiergeschäft angesichts der Unsicherheiten an den internationalen Finanzmärkten.

Der Verwaltungsaufwand der Bank konnte zum vierten Mal in Folge reduziert werden. Mit 608 Millionen Euro liegt er um 3 % unter der Vorjahreshöhe. Dabei wurden insbesondere die Overhead- und die Servicekosten deutlich verringert.

Die Zuweisungen zur Risikovorsorge wurden 2011 mit 10 Millionen Euro deutlich niedriger dotiert als im Vorjahr. Dies spiegelt neben der hohen Qualität des Kreditportfolios der Bank die guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Baden- Württemberg wider.

Nach Risikovorsorge ergibt sich ein Betriebsergebnis in Höhe von 575 Millionen Euro nach 587 Millionen Euro 2010. Das erneut erfreuliche Ergebnis beruhe zu einem guten Teil auf der engen Kooperation der Konzernbereiche der LBBW, erklärte Vetter. "Die Bündelung aller Kompetenzen im Konzern macht die BW-Bank erfolgreich", resümierte der Vorstandsvorsitzende.

Kreditwachstum bei regionalen Unternehmenskunden

Der Unternehmenskundenbereich der Bank hat 2011 in einem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld erfolgreich gearbeitet. "Unser strategisches Ziel ist die langfristige und umfassende Begleitung der Firmen bei der Sicherung ihrer Zukunft", erläuterte Unternehmenskundenvorstand Jürgen Haller. Die Bruttoerlöse lagen mit rd. 700 Millionen Euro im Rahmen der Planvorgaben. Die erfreuliche Konjunkturentwicklung im Kernmarkt mit teilweise deutlich verbesserten Unternehmensratings führte unter IFRS zu einer Risikovorsorge von 3 Millionen Euro. Trotz der erstmalig zu tragenden Bankenabgabe konnten die Verwaltungskosten leicht verringert werden. Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge erreichte mit 462 Millionen Euro nahezu den guten Vorjahreswert.

Im regionalen Kreditgeschäft mit dem Mittelstand hat die Bank im vergangenen Jahr Schritt gehalten und das Kreditvolumen auch durch die Wachstumsoffensive in Bayern um 700 Millionen Euro ausgebaut. Im Bereich Key-Account ergab sich dagegen - wegen planmäßiger Rückführungen von Großengagements - eine Reduzierung des Kreditvolumens. Zugelegt hat die Bank bei Schuldscheindarlehen mit einem Emissionsvolumen von 2,7 Milliarden Euro. Hier ist der LBBW-Konzern Marktführer in Deutschland.

Seit Ende 2011 bietet die BW-Bank ihren mittelständischen Unternehmenskunden den Hausbanken-Rahmenkredit an – die Finanzierungslösung für schlanke Konsortialkredite im Volumen zwischen 5 und 20 Millionen Euro. "Damit erreichen wir für unsere Kunden eine deutlich höhere Finanzierungssicherheit", betonte Vorstandsmitglied Karl-Manfred Lochner, der das gesamte Unternehmenskundengeschäft im Konzern verantwortet.

Marktführer ist die BW-Bank bei technologie- und innovationsorientierten Förderprogrammen. Das Volumen lag um mehr als 50 % über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Erfolgreich verlief 2011 die Wachstumsstrategie im Auslandsgeschäft. Im Dokumentengeschäft und im Auslandszahlungsverkehr wurde das Vorjahresergebnis um gut 20 % übertroffen.

Privatkundengeschäft mit erfreulichem Ergebnis

Im Privatkundengeschäft und Private Banking wurde 2011 die erfreuliche Ergebnisentwicklung des Vorjahres wiederholt. Die gestiegenen Kundeneinlagen spiegeln sich in einem spürbar höheren Zinskonditionenbeitrag auf der Passivseite wider. Dem standen unter dem Vorjahr liegende Erlöse aus dem überregionalen Baufinanzierungsgeschäft gegenüber. Die konsequente Umsetzung der Vorgaben aus der Konzern- Restrukturierung führte nochmals zu merklich geringeren Verwaltungskosten (- 5 %). Nach Risikovorsorge ergibt sich ein Betriebsergebnis in Höhe von 101 Millionen Euro.

Die hohe Beratungsqualität der BW-Bank zeigt sich in mehreren Spitzenplätzen beim Banken-Test von Focus Money. "Unsere Kundenbefragungen bestätigen das positive Ergebnis von Focus Money", bekräftigte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Michael Horn, der für das Privatkundengeschäft der Bank verantwortlich ist. Sowohl beim Filialservice als auch bei der Zufriedenheit mit dem Berater vor Ort habe sich der Anteil der Kunden, die vollkommen oder sehr zufrieden sind, merklich auf 78 % bzw. 81 % erhöht.

Die konsequente Kundenorientierung stand auch beim neuen Filialkonzept der Bank im Vordergrund. Die offene Architektur und die innovative Technologie des neu eröffneten "treffpunkt extend" im Breuningerland Sindelfingen sprechen gerade jüngere Kundinnen und Kunden an. Als Pionierbank hat die BW-Bank im Berichtsjahr zudem die Kreditkarte-2-go eingeführt, die der Kunde beim Filialbesuch gleich mitnehmen kann.

Gut von den Kunden der Bank sei auch der innovative BWZukunftssparbrief angenommen worden, berichtete Horn. 120 Millionen Euro hätten damit für die Finanzierung erneuerbarer Energien eingesammelt werden können. Ausgebaut wurde die führende Position der Bank im Baufinanzierungsgeschäft. Das Bausparvolumen wuchs um 10 %. Bei der betrieblichen Altersvorsorge wurde der Absatz sogar verdreifacht.

Wealth Management: Führend in Baden-Württemberg

Das Wealth Management der BW-Bank hat sich in den gut drei Jahren seines Bestehens hervorragend entwickelt. "Innerhalb kurzer Zeit haben wir uns nicht nur fest am Markt etabliert, sondern werden von unseren Wettbewerbern als ein führender Wealth-Management-Dienstleister in Baden-Württemberg eingestuft", stellte das zuständige Vorstandmitglied Dr. Peter M. Haid fest. 2011 wurden die Bruttoerlöse trotz schwierigem Marktumfeld um 7,4 % auf 27 Millionen Euro gesteigert. Der planmäßige Aufbau der Vertriebskapazitäten hat den Verwaltungsaufwand leicht erhöht. Dagegen konnte die Risikovorsorge nach dem von einem Sonderfall geprägten Jahr 2010 wieder deutlich zurückgeführt werden. Per Saldo läuft das Betriebsergebnis mit 12 Millionen Euro markant über der Vorjahreshöhe aus.

2011 war im Wealth Management ein Neugeldzufluss von über 800 Millionen Euro zu verzeichnen. Zum Jahresende betreute die Bank fast 3.000 Kundenverbindungen mit einem Gesamtvolumen von 4,7 Milliarden Euro. Kontinuierlich wächst dabei die Vermögensverwaltung. Rund 800 Mandate wurden 2011 akquiriert. Hohen Zuspruch mit einem Mittelzufluss von mehr als 120 Millionen Euro erfuhren die innovativen Portfoliomodelle "Arche" und "Wertsicherung". "Die hohe Leistungsfähigkeit unserer Vermögensverwaltung bestätigen Spitzenplätze beispielsweise bei Analysen von firstfive", erklärte Dr. Haid. In der Wertentwicklung rangiere sie unter den Top fünf im deutschsprachigen Raum.

Ausgezeichnet wurden auch die Stiftungsexperten der Bank. Im Fuchsbriefe-Test Stiftungsmanagement 2011 erreichten sie mit herausragenden Leistungen in allen Disziplinen den ersten Platz. Hier werden konzernweit über 640 Stiftungen mit einem Volumen von 3,2 Milliarden Euro betreut. Früchte trägt der Ausbau des Beratungs- und Dienstleistungsangebots im Bereich Family Offices. Bereits nach gut einem Jahr steht die Bank mit weit über 100 Family Offices in Deutschland, der Schweiz und Österreich in Verbindung.

Erstes Quartal 2012 und Ausblick

In den ersten drei Monaten 2012 hat sich die BW-Bank insgesamt erwartungsgemäß entwickelt. Angesichts nach wie vor recht günstiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen will die Bank die sich bietenden Wachstumschancen im laufenden Jahr nutzen. Vetter ist davon überzeugt, dass die BW-Bank als integraler Bestandteil der LBBW dafür gut aufgestellt ist. Im Unternehmenskundengeschäft soll die führende Position in Baden-Württemberg weiter ausgebaut werden. "Dabei ist es unser Ziel, auch bei Finanzierungen weiter zuzulegen", betont Vetter. Im Geschäft mit Privatkunden bestünden nachhaltige Wachstumschancen im Private Banking und im Wealth Management. Parallel zu den offensiven Marktstrategien werde das straffe Kostenmanagement der Bank fortgeführt und die eingeleiteten Sparmaßnahmen konsequent umgesetzt.

Ergebniszahlen der BW-Bank:

20112010Veränderung
in Mio. €in Mio. €in %
Zinsüberschuss837916-8,6
Provisionsüberschuss356371-4,1
Bruttoerlöse1.1931.287-7,3
Verwaltungsaufwand608627-3,0
Risikovorsorge1073-87,0
Betriebsergebnis n. Risiko575587-2,1
Kontakt

Baden-Württembergische Bank
Kleiner Schlossplatz 11
D-70173 Stuttgart

Christian Potthoff
Pressesprecher
Tel.: +49 711 127-73946
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