Kapitalmarkt aktuell

 

Landesbank Baden-Württemberg
vom 02.09.2010
für Kalenderwoche 36 vom 06.09. bis 10.09.2010

 
Konjunktur

  • US-Verbrauchervertrauen legt im August deutlicher als erwartet von 51,0 auf 53,5 Punkte zu.
  • ISM Einkaufsmanagerindex für US-Industrie steigt im August überraschend um 0,8 auf 56,3 Punkte.
  • S&P Case-Shiller-Hauspreisindex klettert im Juni um 0,2 % auf 4,2 % über Vorjahresniveau.
  • US-Bauausgaben sinken im Juli um 1,0 % und erreichen damit ein Zehnjahres-Tief.
  • Wirtschaftsklima für die Eurozone verbessert sich im August von 101,1 auf 101,8 Zähler.
  • Einzelhandelsumsatz in Deutschland gibt im Juli um 0,1 % auf Niveau von 2,4 % über Vorjahr nach.
  • Deutscher Arbeitsmarkt präsentiert sich im August mit Erwerbslosenrate von 7,6 % relativ robust.

Aktien

  • DAX überspringt nach besser als erwarteten US-Konjunkturdaten
    6 000er-Marke.
  • Marktkapitalisierung von RWE reicht nicht aus, um im Stoxx Europe 50 gelistet zu bleiben.
  • Gute Studienergebnisse zu Thrombose-Mittel Rivaroxaban beflügeln Bayer-Aktienkurs.
  • K+S sieht sich nach Übernahmezielen im Kaligeschäft um.
  • Chiphersteller Infineon verkauft Mobilfunkgeschäft an US-Konzern Intel.
  • Daimler steigert Autoabsatz in den USA im August um 7,4 % auf
    20 122 Fahrzeuge.
  • Hugo Boss will Vorlaufzeiten für neue Kollektionen von 50 auf
    38 Wochen verkürzen.
  • Sanofi-Aventis will nach Ablehnung der Übernahmeofferte Genzyme-Aktionäre direkt ansprechen.
  • BP verkauft Malaysia-Geschäft für 363 Mio. US-Dollar an Konkurrenten Petronas.

Zinsen und Währungen

  • Trotz EU/IWF-Rettungsschirm bleiben Schuldensorgen bei einzelnen Euro-Ländern virulent.
  • China bremst Bank- und Wohnungssektor zur Vermeidung einer Konjunkturüberhitzung.
  • Euro-Inflationsrate gibt im August um 0,1 auf 1,6 % nach. Teuerungsimpulse bleiben begrenzt.
  • Fed bekräftigt Nullzinspolitik und erwirbt mit fälligen Stützungsgeldern erneut Staatsanleihen.
  • EZB behält Leitzins von 1 % bei und flankiert Euro-Hilfsmaßnahmen u.a. mit Anleihekäufen.
  • Bundesanleihenrendite klettert nach neuem Rekordtief wieder über die 2,2 %-Marke.
  • Euro stabilisiert sich angesichts relativ günstiger Konjunkturdaten auf über 1,28 US-Dollar.

Strategie

  • Die per saldo aufwärts gerichtete Euroland-Konjunktur und hoher Anleiheemissionsbedarf sprechen für langfristig tendenziell steigende Renditen am Rentenmarkt. Wir favorisieren kürzere bis mittlere Laufzeiten.
  • Stabilere Wirtschaftsdaten, verbesserte Unternehmensperspektiven und wohl noch länger als bislang erwartet niedrige Zinsen und damit unattraktive Anlagealternativen am Geld- und Kapitalmarkt sollten die Aktienbörsen mittelfristig stützen. Risikofaktoren wie die wohl noch eine ganze Weile immer wieder für Ängste sorgende Eurokrise oder immer wieder aufkommende Konjunkturängste stehen aber einem friktionsfreien und dynamischen Kursaufschwung im Wege und sorgen für erhöhte Volatilität.


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