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Landesbank Baden-Württemberg vom 02.02.2012 für Kalenderwoche 06 vom 06.02. bis 10.02.2012
Konjunktur
- US-Wirtschaft wächst im 4. Quartal 2011 um annualisiert 2,8 % nach + 1,8 % im Vorquartal.
- S&P Case-Shiller-Hauspreisindex gibt im November um 3,7 % gegenüber dem Vorjahreswert nach.
- ISM-Einkaufsmanagerindex für US-Industriesektor klettert im Januar von 53,1 auf 54,1 Zähler.
- Japans Industrieproduktion expandiert im Dezember um 4 %, bleibt aber 4,1 % unter Vorjahr.
- Wirtschaftsvertrauen für die Eurozone verbessert sich im Januar von 92,8 auf 93,4 Punkte.
- Deutsche Arbeitslosenquote fällt im Dezember mit saisonbereinigt
6,7 % auf 21-Jahre-Tief. - Dezember-Einzelhandelsumsatz in Deutschland sinkt um 1,7 % nach
–0,8 % im Vormonat.
Aktien
- Technische Faktoren und positive Quartalsberichte treiben DAX auf neues 6-Jahreshoch.
- ThyssenKrupp verkauft Edelstahlgeschäft an finnische Outokumpu.
- Umsatz- und Ergebnisrückgang bei Infineon fällt geringer als befürchtet aus.
- Maschinenbauer Tognum zeigt sich dank gelungenem Endspurt zufrieden mit Geschäftsjahr 2011.
- Abschreibungen sorgen beim Baukonzern Hochtief für rote Zahlen.
- Lackieranlagenhersteller Dürr hat prall gefüllte Auftragsbücher und geht optimistisch ins neue Jahr.
- Familie Benetton will Traditionsfirma komplett zurückkaufen und von der Börse nehmen.
- Schweizer ABB kauft amerikanische Thomas & Betts für 3,9 Mrd. US-Dollar.
- Sinkende Margen im Raffineriegeschäft und niedrigere Gaspreise belasten Ölgigant Exxon.
Zinsen und Währungen
- Chinas Inflationsrate sinkt auf 15-Monatstief von 4,1 % und bestärkt Zinssenkungserwartung.
- US-Notenbanker signalisieren eine Verlängerung der Nullzinspolitik bis Ende 2014.
- Euro-Inflationsrate verharrt im Januar bei 2,7 %, dürfte im Trend aber weiter sinken.
- EZB hat Leitzins auf rekordtiefe 1 % gesenkt und weitet monetäre Hilfen für Banken aus.
- Anleiheemissionen zur Refinanzierung südeuropäischer Länder stehen besonders im Fokus.
- Bundesanleihenrendite bewegt sich mit gut 1,8 % weiter auf extrem niedrigem Niveau.
- Euro bleibt Spielball der Schuldenkrise, kann sich zuletzt aber über 1,30 US-Dollar behaupten.
Strategie
- Trotz des als Folge der Euro-Schuldenkrise nachlassenden Wirtschaftswachstums sprechen hoher Anleiheemissionsbedarf und historisch niedrige Zinsen für langfristig tendenziell steigende Renditen am Rentenmarkt. Wir favorisieren kürzere bis mittlere Laufzeiten.
- Konjunktursorgen und Euro-Schuldenkrise werden zwar weiterhin ein latenter Risikofaktor bleiben und je nach Nachrichtenlage für schwankende Kurse sorgen. Stimmung und Markttechnik haben sich jedoch deutlich aufgehellt und werden dem Markt Rückenwind verleihen. Dazu sind Aktien fundamental nicht teuer, insbesondere im Vergleich mit Alternativanlagen. Insgesamt erscheint vor diesem Hintergrund eine leichte Übergewichtung von Aktien gerechtfertigt.
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