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Landesbank Baden-Württemberg vom 11.03.2010 für Kalenderwoche 11 vom 15.03. bis 19.03.2010
Konjunktur
- US-Arbeitslosenrate verharrt im Februar bei 9,7 %, der Stellenverlust bleibt mit 36 000 moderat.
- Lagerbestände im amerikanischen Großhandel sinken im Januar um 0,2 % nach - 1 % im Vormonat.
- Japanische Maschinenbauorders fallen im Januar um 3,7 % nach Plus von 20,1 % im Dezember.
- Frankreichs Industrieproduktion steigt im Januar um 1,6 % nach
- 0,2 % im Vormonat. - Deutscher Handelsbilanzüberschuss geht im Januar von 16,6 auf
8,7 Mrd. Euro zurück. - Industrieproduktion in Deutschland erhöht sich im Januar um 0,6 % nach -1 % im Vormonat.
- Auftragseingang für deutsche Industrie legt im Januar durch heimische Großorders um 4,3 % zu.
Aktien
- Erfreuliche Unternehmens- und Konjunkturmeldungen hieven DAX über die 5 900er Grenze.
- Salzgitter rutscht 2009 in die roten Zahlen und betrachtet Stahlkonjunktur skeptisch.
- Deutsche Post rechnet 2010 mit Rückenwind und erwartet steigende Ergebnisse.
- Luft- und Raumfahrtkonzern EADS streicht nach tiefroten Geschäftsjahreszahlen die Dividende.
- E.ON berichtet 2009 erwartungsgemäß, überrascht mit vorsichtigem Ausblick 2010.
- Munich Re zeigt 2009 Ergebnisverbesserung, behält Ziele 2010 trotz jüngster Dämpfer bei.
- Solarzulieferer Roth&Rau blickt dank hohem Auftragsbestand optimistisch auf 2010.
- Anlagenbauer Aixtron erhöht die Dividende und plant für 2010 eine Verdopplung der Erlöse.
- US-Chip-Produzent Texas Instruments erhöht dank gestiegener Nachfrage die Quartalsprognose.
Zinsen und Währungen
- Chinesische Regierung bremst heimische Kreditvergabe und deutet Yuan-Flexibilisierung an.
- Extrem gestiegene Risikoaufschläge für bonitätsschwächere Euro-Staaten geben etwas nach.
- Euro-Inflationsrate ermäßigt sich im Zuge moderater Konjunktur im Februar von 1,0 auf 0,9 %.
- Fed bestätigt trotz Diskontsatzanhebung eine anhaltende Nullzins-Phase beim Leitzins.
- EZB behält Leitzins von 1 % bei, geht aber bei Banken-Geldversorgung vorsichtig vom Gas.
- Aufgrund verhaltener Wirtschaftsdaten verharrt Bundesanleihenrendite unter 3,2 %.
- Euro stabilisiert sich angesichts von Lösungsansätzen für Griechenlandkrise um 1,36 US-Dollar.
Strategie
- Fortgesetzte Konjunkturstabilisierung, Angebotsexpansion bei Staatsanleihen und künftig weniger expansive EZB-Politik sprechen für tendenziellen Anstieg der Bundesanleihe-Renditen. Wir bevorzugen kürzere bis mittlere Laufzeiten.
- Stabilere Wirtschaftsdaten, verbesserte Unternehmensperspektiven und unattraktive Anlagealternativen am Geld- und Kapitalmarkt sollten die Aktienbörsen mittelfristig stützen. Risikofaktoren wie immer wieder aufkommende Konjunkturzweifel oder im Jahresverlauf aufkommende Ängste vor Zinserhöhungen stehen aber einem friktionsfreien und dynamischen Kursaufschwung im Wege.
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