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Entwicklungen und Lage an den Kapitalmärkten

Volkswirtschaftliche Spuren des „lockdowns“

Entwicklungen und Lage an den Kapitalmärkten

Volkswirtschaftliche Spuren des „lockdowns“

Stand 20.05.2020

Hoffnung auf geld- und finanzpolitische Impulse stützen Aktienmärkte – aber volkswirtschaftliche Spuren des „lockdowns“ immer offensichtlicher  

Aktuelles zu den Kapitalmärkten:

Als Aktienanleger verliert man bei den hohen Tagesschwankungen leicht aus den Augen, dass sich der DAX in den letzten 6 Wochen in einer, zumindest für das Umfeld, recht engen Bandbreite zwischen 10.200 und 11.300 Punkten bewegt hat. In den letzten Tagen hat sich der Markt dabei wieder der oberen Marke angenähert. Rückenwind gab es von verschiedenen Seiten: eine positive Studie zu einem Covid 19 Impfstoff, Signale vom US-Notenbankchef Powell geldpolitisch bei Bedarf weiter nachzulegen und einer gemeinschaftlichen Erklärung von Herrn Macron und Frau Merkel für einen 500 Mrd. Euro Aufbaufonds. Zusätzlich unterstützte US-Finanzminister Steven Mnuchin gestern eine zügige Wiedereröffnung der Wirtschaft und machte Hoffnung auf eine schnelle, also V-förmige Erholung.

Bei all diesen „Hoffnungsschimmern“ lastet aber weiter ein hohes Maß an Ungewissheit auf den Kapitalmärkten. Die Entwicklung vieler Unternehmen im zweiten Quartal ist erschreckend schwach und wann sich die Situation deutlich verbessert ist zumeist nicht absehbar. In den USA wird mit Arbeitslosenquoten von bis zu 25 % gerechnet; nach einer ohnehin schon rekordhohen Quote von 14,7 % im April. Und letzten Endes wird die Diskussion an Fahrt aufnehmen, wer die ganzen staatlichen Unterstützungs- und Rettungsmaßnahmen bezahlen soll. In einem Umfeld in dem es ohnehin zu massiven Steuerausfällen kommen wird, würde ohne zusätzliche Einnahmen die Staatsverschuldung in vielen Ländern massiv ansteigen.

Allerdings ist, und das darf man bei Betrachtung der internationalen Kapitalmärkte nie außeracht lassen, ausreichend Liquidität am Markt vorhanden. Und in dem bestehenden (und aller Voraussicht noch lange anhaltenden) Niedrigzinsumfeld sorgt das für beständige Nachfrage nach rentierlichen Anlagen.

Positionierung und Ausblick:

Die Vermögensverwaltung hat in den letzten Tagen weiter keine wesentlichen Änderungen an den betreuten Mandaten vorgenommen. Entsprechend bleiben die verwalteten Depots defensiv aufgestellt, die Aktienquoten sind moderat untergewichtet und wir haben ausreichend freie Liquidität um bei günstigeren Kursen interessante Aktienwerte aufzustocken bzw. neu in die Portfolien aufzunehmen.

Disclaimer:

Das vorliegende Dokument enthält unter anderem unsere derzeitige unverbindliche Einschätzung zu Marktsituationen, Produkten und deren denkbaren Entwicklungsmöglichkeiten, für deren Richtigkeit wir keine Haftung übernehmen. Die in dem Dokument enthaltenen Informationen geben zudem nicht vor, vollständig oder umfassend zu sein.

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