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Entwicklungen und Lage an den Kapitalmärkten

Mögliche Auswirkungen der US-Wahl auf Wirtschaft und Kapitalmärkte

Entwicklungen und Lage an den Kapitalmärkten

Mögliche Auswirkungen der US-Wahl auf Wirtschaft und Kapitalmärkte

Stand 26.10.2020

Präsidentschaftswahl rückt immer mehr in Fokus der Anleger

Mögliche Auswirkungen der US-Wahl auf Wirtschaft und Kapitalmärkte:

Präsidentschaftswahlkämpfe in den USA sind historisch heiß umkämpft und mit großen Debatten verbunden. Zuletzt legte der Demokrat Joe Biden bei den Umfragewerten deutlich zu. Daran hat sich durch das letzte TV-Duell wenig geändert. Der Befreiungsschlag, den Trump notwendigerweise gebraucht hätte, war es jedenfalls nicht. Den Hauptvorwurf, die Covid-Krise schlecht zu managen, konnte der Präsident nicht entkräften. Für viele Wähler kam dieser TV-Termin auch zu spät. Ungefähr 50 Millionen Stimmen sind aufgrund der Pandemie über die Briefwahl bereits abgegeben, weitere Wähler haben sich bereits fest entschieden.

Welche Auswirkungen hat die Wahl am Ende für die Wirtschaft und die Kapitalmärkte?

Historisch waren die Monate nach der US-Wahl meist sehr positive Börsenmonate – unabhängig davon ob ein republikanischer oder ein demokratischer US-Präsident siegte.

Zwischen den Wahlprogrammen gibt es größere Unterschiede. Biden hat im Falle seines Wahlsieges bereits deutliche Steuererhöhungen für Unternehmen (von 12% auf 28%) sowie wohlhabende Amerikaner angekündigt. Auf der anderen Seite würde ein von Demokraten geführtes Repräsentantenhaus sowie Senat mit Biden als Präsident zu einer deutlichen Erhöhung des Fiskalprogramms, dem sogenannten „Blue Sweep“, führen. Profiteure könnten Unternehmen aus den Branchen Infrastruktur, Industrie, Bildung und sauberer Energie sein. Der Fokus auf mehr ESG-Themen dürfte sich zudem negativ auf Öl-fokussierte Industrien auswirken.

Auch Trump möchte im Fall einer Wiederwahl weiter fiskalpolitisch Vollgas geben und die Ausgaben nochmals deutlich erhöhen. Gewinner könnten vor allem der Bau-, Industrie- und Konsumsektor sein.

Beide Kandidaten äußerten sich kritisch zur Monopolstellung der Tech-Giganten sowie gegenüber dem Pharma Sektor.

Das Worst-Case-Szenario auf kurzfristige Sicht ist ein knapper Wahlausgang am 03. November sowie eine Ablehnung des Wahlergebnisses durch Trump. Eine durch wieder ansteigende Covid-19 Zahlen bedingte Verzögerung der Auszählung würde dabei Trump unterstützen. Als Folge könnte ein Stillstand der Regierung drohen. Die Märkte dürften darauf mit einem Volatilitätsanstieg sowie einer deutlich negativen Marktbewegung reagieren.

Wenn Trump trotz aller Prognosen gewinnt, dürften die Märkte auf den ersten Blick nach oben gehen und sich die bestehenden (Aufwärts-)Trends der letzten Monate fortsetzen.

Unabhängig vom letztendlichen Ausgang der Wahl wäre eine negative Marktreaktion eine mittelfristige Kaufchance. Wirtschaft und Märkte werden vor allem von den fiskalischen bzw. monetären bedingten Finanzkonditionen bestimmt.

Aktuelle Positionierung

Mit dem Blick auf die Positionierung haben wir uns im Vorfeld der Wahl an die Seitenlinie begeben und uns defensiver aufgestellt. Bei der Selektion – beispielsweise von Aktien - konzentrieren wir uns auf Themen, die von beiden Präsidenten profitieren sollten.

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