Ihr Unternehmen an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger zu übergeben, ist keine leichte Entscheidung. Aber so schwer es auch fällt: Irgendwann ist der Zeitpunkt einfach gekommen. Wenn es so weit ist, sind wir in Stuttgart und ganz Baden-Württemberg für Sie da und begleiten Sie im mehrjährigen Prozess der Unternehmensnachfolge. So wird es leichter, Ihr Lebenswerk in fremde Hände zu übergeben. Emotional, aber vor allem auch ganz praktisch.
Gehören Sie zu den 36 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland, die älter sind als 60 Jahre? Dann sollten Sie sich spätestens jetzt Gedanken darüber machen, wie die Zukunft Ihres Unternehmens aussehen soll. Lassen Sie sich dabei inspirieren vom Paper „Treasury Blickpunkt: Nachfolgeregelung zum Fortbestand des Unternehmens“. Darin skizziert LBBW Research, wie andere Mittelständler ihre Nachfolge erfolgreich und angehen umsetzen.
Ob Start-up oder klassisches Unternehmen – für den Exit bzw. die Nachfolgeregelung gibt es verschiedene Optionen. Welche passt am besten zu Ihnen?
Ob Tochter, Neffe oder Enkel – viele Unternehmerinnen und Unternehmer wünschen sich eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger aus der eigenen Familie. Die nächste Generation muss aber natürlich erst in diese Rolle hineinwachsen. Damit das klappt, sollten Sie frühzeitig starten: Geben Sie Ihr Know-how weiter, ermöglichen Sie Einblicke in die Firma und übertragen Sie Schritt für Schritt Verantwortung. Wie lange das dauert? Das entscheiden Sie.
Denken Sie bei diesem Weg außerdem auch daran, vertraglich festzulegen, welchen Einfluss Sie nach der Unternehmensübergabe noch nehmen können und wie stark Sie noch eingebunden bleiben.
Nicht immer will jemand aus der Verwandtschaft das Familienunternehmen weiterführen. Oft finden sich aber Menschen im direkten Umfeld, die Ihre Firma schon kennen und sich die Unternehmensübernahme zutrauen und vorstellen können. So könnten Sie zum Beispiel engagierten Mitarbeitenden oder langjährigen Geschäftspartnern die Chance geben, das Steuer von Ihnen zu übernehmen. Außerdem kommen auch externe Käufer infrage, die lieber eine bestehende Firma weiterentwickeln wollen, anstatt neu zu gründen und komplett von Null anzufangen.
Was für manche ein Vorteil ist: Anders als bei der Übergabe innerhalb der Familie ziehen Sie mit einem Verkauf einen klaren Schlussstrich. Einigen Unternehmerinnen und Unternehmern fällt ein solcher Abschied leichter, da sie sich dann voll und ganz auf den neuen Lebensabschnitt konzentrieren können.
Wollen Sie Ihr Unternehmen noch nicht ganz abgeben, haben aber jemanden, der sich die Übernahme vorstellen kann? Dann könnte eine tätige Beteiligung ein Modell für Sie sein. Denn bei dieser verkaufen Sie nicht Ihr ganzes Unternehmen, sondern nur Anteile daran. Der Käufer ist dabei mehr als ein reiner Kapitalgeber und wird sich künftig aktiv in die Führung Ihres Unternehmens einbringen. Ein häufiges Beispiel für eine tätige Beteiligung ist, wenn ein Mitarbeiter in maßgeblichem Umfang Anteile am Unternehmen seines Arbeitgebers erwirbt oder wenn sich ein Anwalt in die Kanzlei oder ein Arzt in die Praxis einkaufen möchte, in der er bisher angestellt war.
Eine tätige Beteiligung kann einige Vorteile bieten. So müssen Sie sich noch nicht vollständig von Ihrem Lebenswerk verabschieden und können die endgültige Übergabe an Ihren neuen Partner außerdem langfristig vorbereiten. Auch Ihr neuer Unternehmenspartner kann profitieren: Er muss weniger Kapital aufbringen und kann darüber hinaus langsam in seine Rolle als Unternehmer hineinwachsen. Denn er muss die Verantwortung nicht sofort allein schultern, da Sie noch im Unternehmen aktiv sind.
Grundvoraussetzungen für eine tätige Beteiligung sind gegenseitiges Vertrauen und Sympathie sowie klare vertragliche Regeln über die jeweiligen Rollen, Rechte und
Ihr Unternehmen zu verpachten, kann eine clevere Zwischenlösung sein. Zum Beispiel, wenn Ihr Nachfolger schon feststeht, aber noch nicht das nötige Kapital für die Unternehmensübernahme hat. Bei einer Verpachtung werden Eigentum und Geschäftsführung getrennt: Das heißt, Sie bleiben Eigentümer Ihres Unternehmens, ziehen sich aber aus Management und Tagesgeschäft zurück.
Wer wofür haftet und welche Verantwortung trägt, regeln Sie in einem Pachtvertrag. Dieser läuft meist langfristig über zehn bis zwölf Jahre. Diesen Zeitraum können Sie und Ihr Nachfolger dann nutzen, um die finale Unternehmensübernahme optimal vorzubereiten.
Je eher Sie die Unternehmensnachfolge auch rechtlich regeln, desto besser. Um sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen auch im Fall Ihres Todes so weitergeführt wird, wie Sie es sich wünschen, sollten Sie deshalb unbedingt ein Testament oder einen Erbvertrag erstellen. Denn andernfalls gilt automatisch die gesetzliche Erbfolge – unabhängig davon, ob sie zu Ihren Vorstellungen passt oder nicht.
Außerdem noch zwei praktische Tipps: Hinterlegen Sie Ihre Dokumente sicher beim Notar oder beim zuständigen Amtsgericht. Und setzen Sie in Ihrem Kalender einen Reminder, um regelmäßig zu checken, ob die getroffenen Regelungen noch zu Ihren aktuellen Wünschen passen.
Wollen Sie Ihr Lebenswerk langfristig sichern? Dann kann eine Stiftung eine interessante Option für Sie sein. Dabei übertragen Sie Ihr Unternehmen in eine neu zu gründende Stiftung, deren soziale, wissenschaftliche oder gemeinnützige Ziele Sie selbst festlegen können.
Für die Umsetzung der Stiftungsidee benötigen Sie Erfahrung und ein gutes Konzept. Sprechen Sie deshalb am besten mit den Profis vom Stiftungsmanagement der BW-Bank, die regelmäßig den Fuchs-Award als bestes Stiftungsmanagement Deutschlands gewinnen.
Wenn Sie Ihr Unternehmen gut aufgestellt übergeben wollen, brauchen Sie vor allem eins: Zeit. So vermeiden Sie unnötigen Zeitdruck – und die schlechten Entscheidungen, die damit oft Hand in Hand gehen. In der Praxis hat sich ein Ablauf in sechs Schritten bewährt. Diese beginnen idealerweise bis zu zehn Jahre vor der eigentlichen Übergabe. Klingt lang, gibt Ihnen aber die Zeit und Ruhe, um alles sauber vorzubereiten.
Ohne Nachfolgeregelung keine sichere Zukunft für Ihr Unternehmen – so einfach ist das. Deshalb gilt: Starten Sie früh. Überlegen Sie sich also zum Start, wie Ihre persönliche Wunschlösung aussieht und wann Sie den Staffelstab an Ihren Nachfolger übergeben wollen.
Ein guter erster Schritt auf dem Weg zur erfolgreichen Übergabe ist das Gespräch mit Ihrer Beraterin oder Ihrem Berater bei der BW-Bank. Gemeinsam mit Ihnen sorgen wir dafür, dass aus Ihren ersten Gedanken konkrete Pläne werden. Unter anderem strukturieren wir mit Ihnen das weitere Vorgehen, klären offene Fragen und identifizieren auch mögliche Stolpersteine und Konflikte – zum Beispiel innerhalb der Familie. So wissen Sie immer genau, wie Ihr nächster Schritt aussieht.
Jetzt geht’s um einen ganz wichtigen Punkt: die rechtlichen und steuerlichen Fragen der Unternehmensnachfolge. Da sich die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen je nach Art der Übergabe unterscheiden, sollten Sie dieses Thema frühzeitig angehen. Denn nur so können Sie sicher sein, dass später alles reibungslos läuft. Holen Sie deshalb spätestens drei Jahre vor der Übergabe Ihren Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwalt mit an Bord. So bleibt genügend Zeit, um zu prüfen, was erbrechtliche, gesellschaftsvertragliche und andere Regelungen ganz konkret für die Nachfolge bedeuten.
Ihr Unternehmen ist Ihr Lebenswerk – und das sollte auch angemessen honoriert werden. Um tatsächlich einen guten Preis zu erzielen, ist eine gute Vorbereitung das A und O: Bereiten Sie spätestens zwei Jahre vor der Übergabe alle relevanten Unterlagen auf – von betriebswirtschaftlichen Auswertungen über Jahresabschlüsse bis hin zu einer Übersicht Ihrer Geschäftspartner. Dabei gilt: Je besser Ihre Zahlen und Strukturen aussehen, desto überzeugender wirkt Ihr Unternehmen.
Unser Tipp: Wie Außenstehende den Wert Ihrer Firma ungefähr einschätzen, können Sie mit dem Tool KMUrechner des EMF-Instituts herausfinden.
Haben Sie schon eine Nachfolgerin oder eine Nachfolger? Perfekt. Andernfalls heißt es: Nehmen Sie sich mindestens zwei Jahre Zeit für die Suche. Gehen Sie dabei systematisch vor, um die richtige Person zu finden, zu überzeugen und mit ihr zu verhandeln.
Der oder die Neue sollte dabei nicht nur fachlich überzeugen, sondern auch menschlich in Ihr Unternehmen passen und – last but not least – natürlich auch die Finanzierung auf die Beine stellen können. Und falls der Prozess doch schneller geht: Wunderbar! Dann haben Sie mehr Zeit, um Ihren Nachfolger ganz entspannt und ohne Druck einzuarbeiten.
Jetzt wird’s ernst: Idealerweise beginnt etwa ein Jahr vor dem finalen Wechsel die eigentliche Übergabephase mit der Einarbeitung des künftigen Eigentümers. Ob es einen harten Cut gibt oder ob sie zunächst eine Zeit lang als Doppelspitze agieren: Am wichtigsten ist jetzt eine offene und transparente Kommunikation. Stellen Sie Ihre Nachfolgerin oder Ihren Nachfolger also erst einmal Ihren Mitarbeitenden und Geschäftspartnern vor, falls Sie das noch nicht gemacht haben. So geben Sie allen Beteiligten das Gefühl von Konstanz und Sicherheit und schaffen Vertrauen. Außerdem fühlen sich so alle besser mitgenommen auf dem Weg in die anstehenden Veränderungen.
Spätestens jetzt sollte alles geklärt sein: Die Interessen aller Beteiligten sind ausbalanciert, Sie haben Know-how und Kontakte weitergegeben und Ihr Nachfolger ist eingearbeitet und von Geschäftspartnern und Mitarbeitenden akzeptiert. Und wenn es mal nötig sein sollte, wissen alle, dass Sie natürlich gerne für Rückfragen da sind. Nun, da Ihr Unternehmen in guten Händen ist, ist es Zeit für Sie, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Auch dabei steht das Team unseres Gründerzentrums gerne an Ihrer Seite.
Die richtige Person für die Unternehmensnachfolge zu finden, ist manchmal gar nicht so einfach. Aber mit nexxt-change wird es immerhin einfacher. Denn Deutschlands größte Unternehmensnachfolgebörse bringt zusammen, was zusammengehört: Unternehmer, die einen Nachfolger suchen, und Existenzgründer, die sich für eine Unternehmensübernahme interessieren. Initiiert haben nexxt-change unter anderem das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die KfW Bankengruppe. Die BW-Bank ist stolzer Regionalpartner für die Unternehmensnachfolge in Baden-Württemberg.
Um ein Inserat für Ihre Nachfolgersuche aufgeben zu können, müssen Sie sich zunächst registrieren.
Geben Sie Ihre Anzeige auf. Bevor sie online geht, prüft Ihr ausgewählter Regionalpartner – also z. B. die BW-Bank – noch, ob das Inserat formal korrekt ist, und gibt es dann frei.
Beantworten Sie die Anfragen von Interessenten und finden Sie heraus, ob sie als Nachfolger infrage kommen.
Am besten so früh wie möglich. Denn nur wenn Sie rechtzeitig starten, haben Sie genügend Zeit, um alle wichtigen Fragen in Ruhe zu klären und die Übergabe gut vorzubereiten. Idealerweise beginnt die erste Phase der Nachfolgeregelung bis zu zehn Jahre vor der eigentlichen Unternehmensübergabe. Denn so lassen sich alle rechtlichen, steuerlichen und persönlichen Themen ohne zu viel Zeitdruck lösen.
Ein geeigneter Nachfolger kann aus Ihrer Familie kommen, aus Ihrem Unternehmen oder auch von extern. Bei der Suche sollten Sie systematisch vorgehen, um eine Person zu finden, die wirklich geeignet ist. Die Nachfolgerin oder der Nachfolger sollte natürlich kompetent sein, muss aber auch menschlich zu Ihrem Unternehmen und Ihrem Team passen. Und die Finanzierung muss er oder sie natürlich auch stemmen können.
Gerne unterstützt das Team unseres Gründerzentrums Sie dabei, eine geeignete Person für Ihre Unternehmensnachfolge zu finden.
Wenn Sie Ihre Nachfolge nicht geregelt haben, gilt die gesetzliche Erbfolge. Und zwar unabhängig davon, ob es das ist, was Sie sich für Ihr Unternehmen gewünscht haben oder nicht.
Bis zum Ende der Erbauseinandersetzung ist dann womöglich offen, wie es mit der Führung des Unternehmens weitergeht und wer wofür verantwortlich ist. Wichtige Entscheidungen werden dann eventuell nicht getroffen und Geschäftspartner und Mitarbeitende sind verunsichert. Im Extremfall kann sogar ein Führungsvakuum entstehen, das den laufenden Betrieb bremst und Ihr Unternehmen nachhaltig schwächt. Deshalb sollten Sie unbedingt rechtzeitig verbindliche Entscheidungen über die Zukunft Ihres Unternehmens treffen.
Ob es um die Suche nach einem Nachfolger, die konkrete Vorbereitung der Übergabe oder die finanzielle Umsetzung geht: In Stuttgart und ganz Baden-Württemberg unterstützt das Team unseres Gründerzentrums Sie gerne jederzeit bei allen Fragen rund um Ihre Unternehmensnachfolge.
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